Die Chronik

Im Jahr 1975 feierte der Sportverein Heiligenmoschel sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Die Feier zog sich über 4 Tage hin. Man hatte an das Sportheim noch ein Zelt angebaut mit einer großen Bühne. Freitags war ein Festkommers mit Ehrungen verdienter Mitglieder. Sie bekamen die silberne Ehrennadel und eine Urkunde überreicht. Auch die anderen örtlichen Vereine umrahmten die Feierlichkeiten des Jubilars. Eine Delegation des Sportkreises gratulierte ebenfalls. An diesem Abend wurden die Pessimisten des Gründungsjahres, die dem Verein eine Existenz von maximal 3 Jahren prophezeiten, eines Besseren belehrt. Der Samstag stand ganz im Zeichen der einheimischen Fußballer und Fußballerinnen. Die 1. Mannschaft, die Reservemannschaft und die Jugendmannschaft spielten je ein Spiel gegen befreundete Vereine aus der Umgebung. Eine extra zu diesem Fest zusammengestellte Damenelf und auch die nur gelegentlich spielende AH beteiligten sich aktiv an diesem Tag. Am Abend war eine große Tanzveranstaltung im Festzelt. Sonntags wurde ein Fußballturnier durchgeführt. Das Jubiläumsfest klang am Montagabend mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

In den folgenden Jahren war eines der größten Probleme die Anschaffung von Gelände für den Bau eines neuen Sportplatzes im „Allenwoog“. Dieser Punkt wurde in jeder Versammlung ganz heiß diskutiert. Die Fußballmannschaft hatte sich in der B- Klasse etabliert und belegte durchweg vordere Plätze im Mittelfeld der Tabelle.

1976 machte der Verein eine mehrtägige Fahrt nach Berlin. In Berlin wurde man von dem ehemaligen Heiligenmoscheler Sportkamerad Klaus Stahl bestens betreut. Eine Fahrt in den Osten der damals noch geteilten Stadt und ein Freundschaftsspiel in Berlin – Siemensstadt rundeten die gelungene Fahrt ab.? Ein weiteres wichtiges Ereignis in diesem Jahr war der Anbau von 2 Kabinen und der Dusche an das Sportheim. Jetzt fiel endlich die leidige Fahrt zum Waschen und Umziehen in die Gaststätte im Ort weg. ??Das Spieljahr 76/77 war das bis dahin erfolgreichste Vereinsjahr. Die 1. Mannschaft stand am Ende der Runde auf dem 2. Platz und auch die beiden Jugendmannschaften (A und C- Jugend) belegten jeweils vordere Plätze.?? In der Generalversammlung am 2. März 1979 wurde vom Vorsitzenden Werner Wollsiffer eine neue Satzung vorgelesen, die dann auch einstimmig beschlossen und angenommen wurde. Unter anderem wurde der Name des Vereins geändert in „Sportverein Heiligenmoschel e.V.“. Diese Änderung war überfällig, da Gehrweiler bereits 1973 selbst einen Sportverein gegründet hatte.

Zum ersten Mal konnte im Spieljahr 1978/79 vom SV Heiligenmoschel der Kreispokal des Sportkreises Rockenhausen gewonnen werden. In der Punkterunde belegte man einen hervorragenden 3. Tabellenplatz. In diesem Spieljahr war auch erstmals eine D- Jugendmannschaft gemeldet, die sich ganz achtbar aus der Affäre zog. Seit 1979 besteht auch die AH- Mannschaft. Vorher spielte sie nur bei Sportfesten und ähnlichen Anlässen, doch seither werden das ganze Jahr über Freundschaftsspiele ausgetragen. Die AH war anfangs eine Spielgemeinschaft aus Heiligenmoschel und Gehrweiler. Gründer und Betreuer der AH war Fritz Wohlgemuth.?? Da es sich gegen Ende der siebzige Jahre abzeichnete, dass das Gelände zwischen der heutigen Waldstraße und der Römerstraße einschließlich des Sportplatzes als Neubaugebiet ausgewiesen wird, war der Verein ultimativ gezwungen, Schritte zum Bau eines neuen Platzes einzuleiten. In der Mitgliederversammlung am 16. Januar 1981 berichtete der 1. Vorsitzende Dieter Ultes, dass schon erhebliche Vorbereitungen, gemeinsam mit der politischen Gemeinde, zum Sportplatzneubau im „Allenwoog“ getroffen worden seien. Da der Gemeinderat den Bau einer Mehrzweckhalle neben der ehemaligen Schule beschlossen hatte, bot es sich an, gleich 2 Kabinen und Duschen zur Benutzung für den Sportverein einzuplanen.

Der sportliche Höhepunkt seit Gründung des Vereins war die Meisterschaft der 1. Mannschaft in der B- Klasse im Spieljahr 80/81 und der damit verbundene Aufstieg in die A- Klasse Nord. Auch die A- Jugend war sehr erfolgreich, sie wurde erstmals Kreispokalsieger.? Die Mitgliederversammlung am 15. Januar 1982 verlief nicht so erfolgreich wie das abgelaufene Spieljahr. Zunächst trug der Vorsitzende den Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Er informierte die anwesenden Mitglieder über den Stand des Sportplatzneubaus und wies darauf hin, dass es sich 1982 zeigen wird, ob die Arbeiten beim Sportplatzneubau als gelungen abgeschlossen werden können.? Der anschließende Kassenbericht zeigte auf, dass schon enorme Summen in den Bau investiert wurden. Die Anwesenden waren zufrieden, als sie hörten, dass der Verein keine Verbindlichkeiten eingehen musste. Im Anschluß an die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Doch trotz größter Bemühungen waren nicht genügend anwesende Mitglieder bereit, einen Sitz im Vorstand anzunehmen. So wurde beschlossen, am 27. Februar 1982 erneut eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen abzuhalten. In dieser Versammlung fanden sich dann genügend Mitglieder, die bereit waren, für die Vorstandschaft zu kandidieren. Aus der Wahl ging Gerhard Schmitt als 1. Vorsitzender hervor.