Die Chronik

Auch die 2. Mannschaft steigerte sich nochmals und konnte nach den 3 aufeinander folgenden Vizemeisterschaften in der Saison 93/94 endlich den Meistertitel in der Reserverunde erringen. Die erste Mannschaft hatte in den zurückliegenden Jahren keine größeren Erfolge vorzuweisen. ??1995 wurde vom Südwestdeutschen Fußballverband eine neue Klasseneinteilung vorgenommen. Im Rahmen dieser Neueinteilung wurde der SV Heiligenmoschel der Kreisliga Kaiserslautern zugeteilt. ?Im gleichen Jahr wurde auch eine Tanzgruppe gegründet, der 17 junge Damen angehörten. Ihr erfolgreiches Debüt gaben sie bei der 800 Jahr- Feier des Horterhofes. In der Fußballabteilung war die AH- die erfolgreichste Mannschaft des Vereins. Sie erreichte wiederum das Endspiel im AH- Kreispokal Rockenhausen, doch diesmal unterlag sie ihrem Gegner aus Sippersfeld auf dem Sportplatz in Münchweiler.

Bei den Neuwahlen in der Generalversammlung am 25. August 1995 war trotz intensiver Bemühungen keines der gewählten Ausschussmitglieder bereit, den Vorsitz im Verein zu übernehmen. Auch die außerordentliche Mitgliederversammlung am 22. September 1995 endete ergebnislos. Erst in der 2. außerordentlichen Generalversammlung am 24. November 1995 erklärte sich Klaus Molz nach seiner erneuten Wahl noch einmal bereit, den Vorsitz für 2 weitere Jahre zu übernehmen.

Wegen des gravierenden Spielermangels in Heiligenmoschel war der Verein gezwungen ab der Saison 95/96, entweder den Spielbetrieb der 1. und 2. Mannschaft einzustellen oder mit einem anderen Verein eine Spielgemeinschaft einzugehen. Da es dem Nachbarverein aus Gehrweiler nicht wesentlich besser erging, kamen die beiden Vereine zu dem Entschluss, für die 1. und 2. Mannschaft eine Spielgemeinschaft unter der Federführung von Gehrweiler zu gründen. Diese Entscheidung fand nicht die ungeteilte Zustimmung aller Mitglieder, doch der Verein hatte letztendlich keine andere Möglichkeit, den Fortbestand der aktiven Mannschaft zu sichern. Seit der Runde 96/97 tragen die 1. und 2. Mannschaft ihre Heimspiele in der Vorrunde in Gehrweiler und in der Rückrunde in Heiligenmoschel aus.

Aus verbands- und versicherungstechnischen Gründen musste die AH ebenfalls eine Spielgemeinschaft mit Gehrweiler eingehen, allerdings ist hier der Sportverein Heiligenmoschel federführend und auch die Heimspiele werden ausnahmslos in Heiligenmoschel ausgetragen.?? 1997 erweiterte der Verein mit der Gründung einer Rope- Skipping- Gruppe sein sportliches Angebot.

Die Neuwahlen in der Generalversammlung am 16. Januar 1998 führten zu keinem Ergebnis, da nicht genug Anwesende bereit waren, Verantwortung im Verein zu übernehmen. In der außerordentlichen Generalversammlung am 13. Februar 1998, zu der der kommissarische Vorsitzende Klaus Molz nur 20 von zwischenzeitlich 325 Mitgliedern begrüßen konnte, fanden sich wiederum keine wählbaren Personen, um eine Vorstandschaft zu bilden. Erst in der 2. außerordentlichen Mitgliederversammlung, als man erneut vor der Auflösung des Vereins stand, wurde nach langen Diskussionen endlich die Vorstandschaft gefunden, die auch im Jubiläumsjahr noch im Amt ist. Aus der Wahl gingen Stefan Grimm als 1. Vorsitzender, Erich Rahm als 2. Vorsitzender, Gerd Rahm als Kassenwart, Thomas Martinowsky als Schriftführer, Dietmar Mühlberger, Stefan Braun und Frank Märkl als Beisitzer sowie Ralf Franzreb und Gerry Gress als Ersatzmitglieder hervor.

Die sportlichen Erfolge in den ausgehenden 90er Jahren sind eigentlich sehr bescheiden. 1998 erreichte die AH wiederum das Endspiel um den AH- Pokal des Sportkreises Donnersberg, aber man unterlag in Kirchheimbolanden recht unglücklich dem Gegner aus Kriegsfeld. Weit erfolgreicher spielten die „Bambinis“ in der Saison 98/99. Sie wurden Kreismeister.?? 1999 konnte der Verein mit der Gründung einer Aerobic- Abteilung sein sportliches Angebot noch einmal erweitern. Im gleichen Jahr trat der SV Heiligenmoschel auch dem Deutschen Turnerbund bei. Grund dieses Beitritts waren die Erfolge der Rope- Skipping- Gruppe, die allerdings nur außer Konkurrenz antreten durfte, weil man noch kein Mitglied im DTB war.?? Der Sportverein Heiligenmoschel hat in seiner 50jährigen Vereinsgeschichte manche Höhen und Tiefen erlebt. Er hat sich von einem reinen Fußballverein zu einem Familienverein verändert, in dem zwischenzeitlich auch Kinder, Frauen und teilweise „ältere Semester“ mit Freude Sport treiben. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren ständig angestiegen. Inzwischen hat er 361 Mitglieder, davon über 100 Frauen und 142 Jugendliche unter 18 Jahren. Auch die sportlichen Erfolge, die der SV Heiligenmoschel in den vergangenen 50 Jahren errungen hat, sind für einen Verein in einem 600 Einwohner zählenden Dorf beachtenswert. Auf kurzfristige sportliche Höchstleistungen, die häufig unter Vernachlässigung der Kameradschaft und eines guten Vereinsklimas erkauft werden und nicht selten langfristig einem Verein Schaden bereiten, wurde nie Wert gelegt. Es wurde stets neben den sportlichen Aktivitäten auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Geselligkeit gepflegt. Insofern hat der SVH auch soziale und gesellschaftliche Aufgaben wahrgenommen und damit einen wichtigen Beitrag zum Leben in der Gemeinde geleistet.

D?ie nächste große Herausforderung für den Verein ist die Renovierung des Sportplatzes. Da, durch Erosion, der alte Belag stark beschädigt ist, muß etwas geschehen. Im Zuge dieser Maßnahme beabsichtigen wir, den Platz in einen Rasenplatz umzubauen, da auf Rasen die Verletzungsgefahr erheblich geringer ist. Wegen der doch hohen Kosten für eine solche Renovierung sind alle Mitglieder, Freunde und Gönner gefordert, durch ihren individuellen Einsatz zu einer schnellen Realisierung des Vorhabens beizutragen.